Megatrend Individualisierung

Individualisierung ist seit gut fünf Jahren ein vielbeachtetes Thema. In unserer westlichen Gesellschaft hat sich die Selbstbestimmung als fixes Ziel etabliert. Laut dem auf Trends spezialisierten zukunftsinstitut ist das Glück des Menschen „offensichtlich daran gebunden, in Freiheit und Selbstbestimmung leben zu können.“

 

Aber was hat das nun alles mit der Mode zu tun? Bei genauerer Betrachtung sehr viel, denn: Durch die gesellschaftliche Differenzierung bzw. Pluralisierung haben wir uns von zunächst etablierten Ständeordnungen über soziale Klassen zu einer viel pluralistischeren Struktur entwickelt, die heute meist unter dem Sammelbegriff „Lebensstile“ zusammengefasst wird. Darin enthalten ist auch die Entwicklung von der Biografie hin zur „Multigrafie“, also ein Leben, das viel weniger durch von außen auferlegte Normen geprägt ist. Und dieser Individualismus wird selbstverständlich auch durch die Mode nach außen gelebt.

 

So erleben wir heute viele unterschiedliche Trends in der Mode, und teilweise etablieren sich auch immer wieder „Antitrend-Bewegungen“, die sich bewusst gegen aktuelle Trends stellen, um dem vermeintlichen Mainstreamgeschmack zu entkommen (siehe z.B. Artikel auf tagesspiegel.de (http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/mode/irgendwie-einwickeln-der-trend-zum-anti-trend/12522144.html). Dass Individualität damit auch in der Fashionindustrie zum großen „Modewort“ geworden ist, liegt auf der Hand.

 

Ich sehe das so: Individualität liegt in der Freiheit zur persönlichen Wahl und diese kann ein maßgeschneidertes Teil ebenso sein, wie ein seriell gefertigtes. Heute verlangen moderne Frauen vor allem Mode, die neben ihrem individuellen Lebensgefühl auch noch dem Wunsch gerecht wird, jederzeit passend und tragbar gekleidet und sich der Qualität und des Chics gewiss sein zu können. Modelabels, die diese Anforderungen erfüllen, werden auch in Zukunft angenommen und wertgeschätzt.

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